MONATSBRIEF von Pfr. ALBERT Franck

märz 2019

www.aubergededieu.lu

 Pfarrer Albert Franck

45, Hauptstrasse

L – 9370 Gilsdorf

Tel: 00352/803278

(von 7 :30-9 :00 u. von 16 :30-18 :00 Uhr) Fax: 00352/804967

LIEBER FREUND !

In diesem Krankenbrief möchte ich Dich teilnehmen lassen an meinem Morgengebet, an diesem Gebet, mit dem ich meinen Tag anfange. Ich beginne meinen Tag beim Bild des barmherzigen Jesus von der Schwester Faustina, und spreche das erste Gebet:

  • „Herr Jesus, ich vertraue auf dich. Maria, geh mir voran.“

Im Badezimmer bete ich die folgenden, kleinen Sätze aus den Psalmen:

  • „Jesus, du bist mein Licht und mein Heil an diesem neuen Tag. Warum sollte ich Angst haben? Jesus, du bist die Kraft meines Lebens an diesem heutigen Tag. Warum sollte ich mich fürchten?“ Psalm 27
  • „Jesus du bist mein guter Hirte; nichts wird mir heute fehlen. Du führst mich zu guten Weideplätzen und Wasserquellen. Muss ich auch wandern in dunklem Tal, ich fürchte kein Unheil, denn du bist bei mir.“ Psalm 23
  • „Lobe den Herrn, jetzt, meine Seele und vergiss nicht das Gute, das der Herr dir bereits geschenkt hat. Er vergibt dir alle deine Sünden und heilet alle deine Gebrechen“. Psalm 103

So bin ich morgens direkt mit dem Herrn verbunden. Ich brauche meine Müdigkeit nicht länger in den Tag hinein zu tragen. Ich weiß seit vielen Jahren nach dem Propheten Jesaja:

  • „Die auf den Herrn vertrauen, schöpfen immer wieder neue Kraft.“ Jes. 40,31

Die Worte der Psalmen bewegen mein Inneres, sie erinnern mich: Dein Leben ist in Gottes Hand. Gott ist bei dir, auch an diesem neuen Tag.

  • „Deine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde erschaffen hat. Er wacht über dich, er behütet deine Füße vor dem Gleiten, er behütet deinen Ausgang und deinen Eingang“ Psalm 121.

Alle diese Worte zeigen mir: Gott verlässt mich nicht, Gott lässt mich nicht im Stich, ich bin von wunderbaren Mächten umgeben. Gott ist bei mir, am Abend und am Morgen, und ganz gewiss an jedem neuen Tag. Beim Frühstück lese ich die Tageszeitung und sehe manche Situation, manches Leid in der Welt, in der Kirche, in der Familie, für das ich beten kann. So viele Probleme, so viele Sorgen, soviel Gewalt und Streit – ich kann alles zu Gott im Gebet erheben.

 

Beim Morgengebet, nach dem Gebet der Laudes und dem Hören auf Gottes Wort, bete ich mit dem Blick auf das Kreuz den Psalm 91 für alle, die ich in der Seelsorge begleite in der Pfarrei, der Gemeinschaft der Herberge Gottes, dem Bahnhofsmilieu, den Familien; für die Kranken und Notleidenden verschiedenster Art. Dieser Psalm ist voll von Verheißungen Gottes, die gelten für alle, welche sich dem Schutz Gottes unterstellen:

  • „Wer unter dem Schutz des Allerhöchsten ist, wer sich unter die mächtige Hand Gottes stellt, der spricht zum Herrn: Du bist meine Zuflucht, meine Festung, mein Gott, dem ich vertraue“ Psalm 91,2.

Dann zitiere ich, was Gott allen versprochen hat, die ihm vertrauen.

 

Lieber Freund, nimm jetzt Deine Bibel und lies den Rest des Psalms. Du wirst staunen und jauchzen über all das, was Gott seinen Kindern versprochen hat. Mach diesen Psalm zu Deinem täglichen, persönlichen Lieblingsgebet. Er wird Dir und Deiner Familie zu einer großen Hilfe werden.

Anschließend bete ich mit diesen Verheißungen Gottes für alle, auch für dich, die sich mir im Gebet anvertraut haben. Dieses Gebet ist gewöhnlich zwischen 7:15 und 7:45 Uhr. Dann nehme ich zwei Worte

aus dem Petrusbrief und proklamiere sie über alle Kranken, auch über Dich und mich, wenn wir krank sind.

  •  „Durch deine Wunden, o Herr, bin ich geheilt worden“. 1.Petr.2,24
  • „Durch dein Blut bin ich erlöst worden.“ 1.Petr.1,18+19

Ich säe diese Worte, wie man Samenkörner auf guten Boden sät, und glaube gemäß Jesaja 55,11, dass sie bewirken wozu sie ausgesandt werden. Am Ende der morgendlichen Gebetszeit nehme ich das heiligste Altarsakrament und segne alle: alle, die geschrieben haben per Post oder per mail, alle, die angerufen haben; alle, die in der Krankenandacht uns ihre Anliegen anvertraut haben sowie alle, die wir begleiten, betreuen und besorgen:

Der Segen Gottes soll über allen sein, über jeder Familie und jedem Haus, über den Kindern und Jugendlichen, über den kranken und älteren Menschen. Herr, gib jedem das Beste zur besten Zeit. Keiner soll verlorengehen, alle sollen ewiges Leben haben. Herr, segne uns alle und lass dein Angesicht über uns leuchten. Sei unser guter Hirte und geh uns voran auf allen Wegen.“

 

Es ist eine Gnade, den Tag in der Gegenwart des Herrn zu beginnen, es ist eine Gnade, in der Gewissheit zu leben:

  • Heute wird ein guter Tag. Heute will ich mit dem Herrn und in ihm leben!

Lieber Freund. Bete mit mir. Es ist so wichtig, wenn wir Menschen uns in Einheit zusammentun und im Gebet den Vater im Himmel in Jesu Namen bitten. Das gläubige, vertrauensvolle Gebet der Christen bewirkt, dass der Himmel Gnade über Gnade ausströmen lässt. Bete auch für die Priester. Als Hirten sind sie am meisten vom Widersacher angegriffen. Sie brauchen mehr als Kritik und psychologische Betreuung. Sie brauchen Gebet und vielleicht hie und da ein gutes Wort.

 

Ich kann nach der Krankenandacht vom 17. März keinen Brief schicken: vom 19. bis 26.März ist die Wallfahrt nach Medjugorje, die für uns wie Exerzitien ist. Vom 14. bis 21.April ist die Glaubenswoche unter dem Thema: „Mit dir, o Herr, auf dem Weg zur Auferstehung“. Vom 24. April bis 1. Mai verkündige ich die Auferstehung Jesu in Haiti.

 

Der Herr segne Dich über alle Maßen. Ich wünsche Dir aus ganzem Herzen eine wahre Fastenzeit, eine gnadenreiche Karwoche und ein frohes Osterfest!

Dein Priester und Freund A.Franck