KAPUZINERKLOSTER BRIG

 

 

 

Die Erneuerung aus dem Geiste Gottes unterstützt den Verein www.proklosterbrig.ch

Wir haben ein gemeinsames Ziel. Zusammen wollen wir all unsere Kräfte bündeln, damit das Kapuzinerkloster in Brig-Glis auch in Zukunft einen Orden beherbergen kann. Lasst uns dieses Ziel gemeinsam verfolgen. Setzen wir uns alle dafür ein. 

 

"Es braucht nun auch eine breite Unterstützung von Menschen, die bereit sind, zu helfen, wenn Not am Mann ist. Andere Klostergemeinschaften sollten spüren, dass sie in Brig-Glis willkommen sind. Ich glaube, dann kämen wir gut weiter."

(Stadtpräsident Louis Ursprung im RRO Interview vom 26.September 2017, Link zum Artikel)

 

Wir suchen Stimmen aus der Oberwalliserbevölkerung, die sich einsetzen, dass weiterhin eine Ordensgemeinschaft im Kloster Brig bleiben möge.  Klein weiterführen ist besser als Aufheben!

Trage dich ein in die Liste: MITHELFEN


Zeugnis von kapuzinerpater Tilber moser

Br. Tilbert Moser                                                                          Olten, 2. Oktober 2017
Kapuzinerkloster, Postf. 1017

CH-4601 Olten

062 206 15 62 – E-Mail: tilbertkap@gmx.net – www.tilbert.ch (neu im Aufbau)

Zur Übergabe des Kapuzinerkloster Brig an neue geistliche Gemeinschaft

An die Verantwortlichen der Kapuziner, die Diözesanleitung vom Wallis und andere Interessierte

Grüss Gott!

Leider müssen wir Kapuziner wegen Nachwuchsmangel ein Kloster nach dem andern aufgeben, so jetzt auch das Kloster Brig, das stark mit den katholischen Oberwallisern verbunden war.

Ich habe ein besonders Interesse dafür, dass das Kloster im Geist seiner Gründung weitergeht, denn ich war dort vier Jahre stationiert (1961-65) und stark mit den Walliser Pfarreien verbunden (mit Sonntagsaushilfen, Almosensammlungen als Familienbesuchen, Drittem Orden). Bis heute habe ich Kontakte mit Wallisern im Zusammenhang mit der „Erneuerung aus dem Geist Gottes“, wozu auch Terziare gehören. Es gibt schöne geistliche Entwicklungen im Oberwallis mit guten Priestern, auch unter jungen Erwachsenen, z.B. mit Medjugorje-Wallfahrten, eucharistischer Anbetung usw. Es ist wichtig, dass auch das Kloster Brig ein Sammelpunkt solcher geistlicher Erneuerung wird, mit Gottesdiensten, Beichtgelegenheit, Besinnungstagen.

Wie so eine Klosterübergabe an eine jüngere aufblühende geistliche Gemeinschaft geschehen kann, zeigt das ehemalige Kapuzinerkloster in Zug, das jetzt mit der Gemeinschaft der Seligpreisungen weiterblüht und reiche Früchte trägt. Zu dieser Übergabe habe ich massgeblich mitgewirkt, weshalb ich darüber ausführlicher ausholen will. Das Kloster Zug gehört der Bürgergemeinde, weshalb diese für die Übergabe sorgen und abstimmen musste. Da gab es verschiedene Interessen. Die einen wollten eine Musikschule, andere ein Sozialprojekt unter einem gewissen Benedikt Wälder, der sich als benediktinisch ausgab und Unterstützer im Kloster Einsiedeln hatte. Da gab es auch einen Advokaten, Dr. Ernst Brandenberg, der jene sammelt, welche das Kloster im Sinn einer geistlichen Gemeinschaft erhalten haben wollten. Die Massgeblichen des Dekanats (der Pfarrer und der Dekan) hingegen wollten nichts „Frommes“, sondern eben etwas „Modernes“, „Soziales“ (abgesehen von älteren Priestern, die man nicht zu Wort kommen liess). Unsere Kapuzinerleitung wollte sich da nicht äussern, um nicht Öl ins  Feuer zu schütten. Da kam Dr. Brandenberg zu mir ins Sprechzimmer, und ich riet ihm, mit der Gemeinschaft der Seligpreisungen, die bereits im Unterwallis präsent war (Venthône ob Sierre), Kontakt aufzunehmen. Unser damaliger deutschweizer Kapuziner-Regionaloberer, Br. Fortunat Diethelm, kannte und schätzte diese Gemeinschaft und unterstützte mein Vorhaben und Dr. Brandenberg. Da die Zuger die Seligpreisungen nicht kannten und der Propaganda des Dekanats ausgeliefert gewesen wären, musste die Bevölkerung informiert werden. Das tat ich mit einem Rundbrief, den Dr. Brandberg allen Zugern zusandte (siehe Beilage), ferner ein Sohn einer bekannten Zuger Familie (der Bäckerei Hegglin), Joe (Josef) Hegglin, der Oberer war in Frankreich bei den Herz-Jesu-Missionaren) mit einem ganzseitigen Artikel in der Zuger Zeitung. So kam es, unterstützt durch Gebet und Fasten einer Gruppe, dass im Abstimmungskampf die Seligpreisungen siegten. So übernahmen diese am 1. Jan. 2000 das Kloster.

Heute ist das Kloster zu einem Strahlungszentrum geworden, gut in die umgebenden Pfarreien eingegliedert, von den Geistlichen geschätzt. Es zieht viele Junge an (mit den Adoray-Abenden), auch junge Familien. Anziehend sind die meditativen Gottesdienste mit byzantinischen Gesängen. Eindrücklich war das letzte Adoray-Festival 2016, wozu die grosse Michaelkirche sich füllte, wo Bischof Oster (Passau), zusammen mit dem evangelischen Partner Andreas Boppart (Leiter von Campus für Christus – Explo17) die Herzen eroberten. Ein ökumenisches Zeichen!

Ähnliches möge auch mit der Übergabe des Klosters Brig, so hoffen und beten viele, geschehen. Vielleicht gibt es auch hier Kräfte, die dort nichts „Frommes“ wollen. Pfarrer Rainer Pfammatter, St. Niklaus, der Zuständige für geistliche Erneuerung im Oberwallis, machte mich auf eine Möglichkeit aufmerksam: die „Brüder und Schwestern Samariter(innen) der Flamme der Liebe des Unbefleckten Herzen Mariens“ (abgekürzt FLUHM), gegründet 1982. Darüber www.opusmariae.info. Ich selber kenne diese Gemeinschaft nicht und stelle mir vor, dass schon durch diese Angaben viele die Nase rümpfen und in Abwehrstellung geraten: „Hände weg von so Frommem, Marianischen aus Polen!“ Doch ich sehe aus Vergleichen mit ähnlichen Bewegungen gerade in einer solchen Spiritualität eine grosse Zukunftshoffung. Auch die Fokolare nennen sich offiziell „Opus Mariae“. Auf alle Fälle wäre es sündhaft, dies nicht im Gebet und Hinhören abzuklären. Am besten, mit dieser Gemeinschaft in Klein-Mariazell Kontakt aufnehmen und schauen, wie es dort läuft. Ich nehme an, dass auch Kardinal Schönborn diese Gemeinschaft schätzt, wie er ähnliche Gemeinschaften fördert.

Was für mich aber sicher ist: jene aufgeschlossenen Kreise, die ich im Oberwallis kenne, würden das befürworten. Manche Terziaren würden dies sehr schätzen.