Papst Franziskus - am 15. NOVEMBER 2017


Jedes Gebet ist ein Dialog mit Gott und Ausdruck unserer personalen Beziehung zu ihm. Als Gottes Bild, ihm ähnlich (vgl. Gen 1,26) sind wir Menschen geschaffen, um mit Gott in eine Beziehung der Liebe einzutreten. Gott ist uns in Christus ganz nahe. Der Herr begegnet uns durch sein Wort sowie in seinem Leib und seinem Blut. Wir dürfen bei Jesus sein und persönlich zu ihm sprechen. Aber wie jeder echte Dialog enthält auch das Gebet Momente des Schweigens, in denen Gottes Wort in unserem Herzen nachhallt. Beim Vater geborgen zu sein und auf ihn zu vertrauen, das ist die erste Voraussetzung für das Gebet. 

Freundschaftsbrief - Pfr. Franck Albert, Oktober 2017

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Pfarrer Albert Franck
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LIEBER FREUND !

Gilsdorf, Ende Oktober 2017

1000 Fürsprecher bei Gottes Thron.

Ich möchte Dich noch einmal erinnern an diese wunderbaren Worte, die wir in der letzten Kranken- andacht gehört haben:

1) Jes 43, 18+19: „Denkt nicht mehr an das, was früher geschah, schaut nicht mehr auf das, was längst vergangen ist. Seht, ich schaffe Neues. Schon sprosst es auf, merkt ihr es nicht? Fürwahr, ich schaffe in der Wüste einen Weg und Pfade in ödem Land.“

2) Jes 44,3: „Ich gieße Wasser über lechzendes Land und Bäche über ausgetrocknetes Erdreich. Ich gieße meinen Geist aus über deine Nachkommen und meinen Segen auf deine Kinder.“

3) Jes 59,1: „Seht, die Hand des Herrn ist nicht zu kurz, um zu helfen, sein Ohr ist nicht taub, dass er nicht hört.“

4) Jes 59,16: „Gott sah, dass da niemand war, um in die Bresche als Fürsprecher zu treten.“

Lieber Freund. Nachdem ich Dir die Worte wiederholt habe, nimm Deine Bibel, lese sie ein paarmal, dann mache sie Dir zu eigen, nimm sie als Versprechen Gottes für Deine Situation. Wie auch immer die Wüste aussieht, in der Du lebst, wie auch immer es im Herzen Deiner Kinder aussieht, lass Gottes Geist Dein Leben erneuern. Nimm diese Verheißungen Gottes und sprich sie täglich im Vertrauen über Deine Familie. Bete mit diesen Versprechen Gottes. Lass diese Worte in Deinem Herzen bewirken, wozu sie ausgesandt werden. Säe diese Worte in Dein Leben sowie in das Leben Deiner Kinder hinein. Die Saat wird aufgehen, nichts wird die Ernte Gottes aufhalten können.

In der Krankenandacht haben um die 500 Menschen ihre Bereitschaft bekundet: Ich will einer dieser 500 sein, die für andere in die Bresche springen, die fürsprechend am Thron Gottes für die andern eintreten. Eine Armee Gottes ist entstanden, und sie wird sich vergrößern: Soldaten Christi, die an seiner Seite für die andern eintreten. Wie der Herr für uns alle in die Bresche gesprungen ist, wie er gar am Kreuz noch für uns Fürsprache um Gottes Verzeihen getan hat, so wollen auch wir für viele zum Thron Gottes kommen. Gottes Wort sagt in Hebr. 4,16, wir sollen kühn zum Thron Gottes kommen, dort werden wir Gnade, Barmherzigkeit und Hilfe in jeder Not finden. Die Zeit des Murrens und Klagens über die schlechten Umstände, über Wüste und Einöde, über Krankheiten und Gebrechen, über den Unglauben und den Ungehorsam unserer Kinder ist vorbei. Lasst uns kühn, mutig, vertrauensvoll, zuversichtlich und tapfer zu Gottes Thron gehen. Der Weg ist frei. Dort empfangen wir Gnade über Gnade, Barmherzigkeit, Vergebung, Erlösung, Befreiung und Heilung; da empfangen wir und unsere Nachkommen die Kraft des Heiligen Geistes; da bekommen wir auch Hilfe jeglicher Art zu dem, was wir wirklich brauchen. Der Himmel ist offen; schauen wir auf unsern ewigen Hohepriester; er ist zur Rechten Gottes; er ist unser Fürsprecher, er ist unser Anwalt. Er kennt unsere menschlichen Schwachheiten und Armseligkeiten; er ist unser Helfer, deswegen fürchten wir uns nicht. Er hat es versprochen: ich werde euch nicht verlassen noch im Stich lassen. Diese Krankenandacht war voller Segen, man spürte es. Trotz vorgerückter Zeit wollte niemand so richtig aufbrechen. Alle waren zutiefst ergriffen.

Lieber Freund. Sei mit uns ein Fürsprecher am Throne Gottes für viele Menschen. Bete mit uns für viele, die sich unserem Gebet anvertraut haben. Täglich erreichen uns Anrufe, Briefe, E-mail mit Gebetsanliegen. Wir beten für sie morgens um 7:30 Uhr und abends um 18:30 Uhr. Dasselbe tun wir auch für Dich, der Du uns Deine Anliegen anvertraut hast. Bleibe nicht passiv, bete mit uns für andere. Dein Gebet wird zu einer wichtigen Hilfe für viele werden. Mit Dir glauben wir, dass Gott ein liebender, helfender, heilender und befreiender Gott ist. Wir glauben, dass Gott gnädig und barmherzig, treu und ewig ist. Wir glauben, dass bei Gott nichts unmöglich ist. Seine Möglichkeiten sind unbegrenzt. Wenn Du ihm vertraust, wirst Du nicht enttäuscht werden. Du und alle Lieben Deines Hauses werdet gerettet werden. Ihr werdet nicht verlorengehen, sondern ewiges Leben haben.

Lieber Freund. Darf ich Dich jetzt persönlich einladen –geh kühn mit mir zum Throne Gottes und empfange für Dich und all die Deinen, die Dir anvertraut sind oder die Du begleitest, die Gnaden aus Gottes Fülle. Wage es, so viele brauchen Hilfe, so viele brauchen einen neuen Anfang. Dein Gebet wird vieles bewirken. Denke nicht weiter nur an Dich, an Deine Familie und Deine Situation, an Deine Krankheiten und Vergangenheiten. Dein Gebet hilft, dass die Schleusen des Himmels sich öffnen, und dass Wasserströme die Wüste durchfluten. Denke daran, der Herr sagt uns: ich will Neues schaffen. Dein Gebet wird vielen zum Segen werden. Zum Abschluss möchte ich noch für Dich beten: „Lieber Heiland, segne diesen Freund in seinen persönlichen Anliegen. Heile ihn von seinen Gebrechen. Befreie ihn von den Gebundenheiten und Abhängigkeiten. Vergib ihm seine Sünde, schenke reichlich Erbarmen. Segne seine Familie und alle, die sich ihm anvertraut haben. Hilf seinen Kindern zu einer Gnade der Bekehrung. Gib ihm auch die Hilfen, die er in verschiedenen Lebensbereichen braucht. Herr, auf dich vertrauen wir. In Jesu Namen. Amen.“ Ein letztes Wort aus Jes 60,1: „Steh auf, werde licht, denn es kommt dein Licht, und die Herrlichkeit des Herrn geht leuchtend auf über dir.“

Lieber Freund. Dies wünsche ich Dir aus ganzem Herzen: „... über Dir erstrahle der Herr, über Dir erscheine seine Herrlichkeit“ (Jes 60,2). Darf ich Dich in den nächsten Krankenandachten begrüßen? Komm und erlebe mir uns die Herrlichkeit Gottes in diesen heiligen Stunden.

Dein Priester und Freund A.Franck 


Heiligsprechung von Mutter Teresa am 5.9.2016

eindrückliches Video von 59 Min. über ein Interview von Mutter Teresa aus Kalkutta  

mit Pater Leo Massburg

Hinter den Kulissen von Mutter Teresa

http://www.kathtv.org/video/1578682.html


die geistigen Werke der Barmherzigkeit 2017

 

  • die Unwissenden lehren
  • den Zweifelnden recht raten
  • die Betrübten trösten
  • die Sünder zurechtweisen
  • die Lästigen geduldig ertragen
  • denen, die uns beleidigen, gerne verzeihen
  • für die Lebenden und für die Toten beten

sr.pirmin@st-ursula.ch Kloster St. Ursula, 3900 Brig 079 482 94 02

Sr. Pirmins Archiv: Zeugnis, wie Gott sie geheilt hat / Werke der leiblichen Barmherzigkeit von 2016

Sr. Pirmin hat im Jahr der Barmherzigkeit 2016 uns die leiblichen Werke der Barmherzigkeit näher gebracht.

In diesem Jahr, 2017, können wir unsere Herzen anrühren lassen mit den 7 geistigen Werken der Barmherzigkeit.

 

Danke Sr. Pirmin für die schönen, selbstgemalten Bilder und die passenden Texte dazu!


Die Unwissenden lehren

Thomas von Aquin sagte: „Die größte Wohltat, die man einem Menschen erweisen kann, besteht darin, ihn vom Irrtum zur Wahrheit zu führen“.

 

Als geistige Wesen haben wir Durst nach Erkenntnis und Wahrheit. Gerade Eltern und Erziehern ist es aufgetragen, die Kinder und Jugendlichen mit Wissen auszustatten und sie hineinzuführen in die Fertigkeit des Lebens. Sie praktizieren jeden Tag neu dieses Werk der Barmherzigkeit.

Aber wir alle, ob wir es wollen oder nicht, lehren und leiten andere durch unser Wort und Beispiel. Dabei haben wir auch besondere Verantwortung für die Glaubenswahrheit, gerade in einer Zeit, in der die Unwissenheit im Glauben sehr groß ist. Auch viele Getauften verlieren aufgrund der Beschäftigung mit den vergänglichen Dingen die bleibenden aus dem Auge. Umso wichtiger ist es, die Botschaft Christi und die Lehre der Kirche frohen Herzens unverkürzt und unverwässert zu bezeugen. Vielleicht indem wir jemanden eine gute Lektüre empfehlen oder wachsam sind, wo wir etwas von unserem Glauben weitergeben können:

  • in der Familie
  • bei Bekannten
  • Besuchern und Freunden
  • in der Pfarrei

Und wir wollen auch selber immer wieder dieses Werk der Barmherzigkeit empfangen:

  • uns unterweisen lassen und aufmerksam sein, wo Gott uns durch ein Predigtwort oder durch ein Alltagswort etwas mitteilen will

Als geistige Wesen haben wir Durst nach Erkenntnis und Wahrheit. Gerade Eltern und Erziehern ist es aufgetragen, die Kinder und Jugendlichen mit Wissen auszustatten und sie hineinzuführen in die Fertigkeit des Lebens. Sie praktizieren jeden Tag neu dieses Werk der Barmherzigkeit.


Den Zweifelnden recht raten

Guter Rat ist teuer. Es braucht die Erleuchtung von oben, damit nicht “Blinde, Blinde führen”, sondern wirklich Gott den rechten Rat eingeben kann, denn dieser ist eine Gnadengabe des Hl. Geistes.

 

Wer Zweifelnden recht raten will, muss selbst gelehrsam sein und zum Beispiel in der Lektüre des Wortes Gottes, in der Beichte oder im persönlichen Gespräch Rat von anderen annehmen. Das Gebet um den Heiligen Geist und um die Gabe der Unterscheidung ist die Voraussetzung, dass wir anderen ein aufbauendes und wegweisendes Wort mitgeben können. Manchmal können wir zum anderen nur sagen: lass uns darum beten, damit wir Gottes Willen immer besser erkennen. Aber vielleicht kommt uns bei diesem Werk der Barmherzigkeit jemand besonders in den Sinn:

  • wem gegenüber sollte ich dieses Werk ausüben oder von wem sollte ich mich belehren lassen?

Die Betrübten trösten

Jesus hat die Trauernden seliggepriesen: "Selig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden” (Mt 5,4).

 

Das lateinische Wort für trösten “consolare”, bedeutet, mit jemandem zu sein, der “solo” ist, der “allein” ist. Wir sind nie allein: Gott ist bei uns durch seinen Heiligen Geist, der im Veni Sancte Spiritus der “Consolator optime” der “beste Tröster” genannt wird.

 

Paulus sagt von Gott : “Er tröstet uns in all unserer Not, damit auch wir die Kraft haben, alle zu trösten, die in Not sind, durch den Trost, mit dem auch wir von Gott getröstet werden” (2 Kor 1,4).

 

Die Menschen merken es, ob wir ihnen schnell billigen Trost spenden wollen oder ob unsere Zuwendung mit dem eigenen Glauben durchtränkt ist, der selbst schon manche Not bestanden und die tröstende Salbung Gottes erfahren hat. Wenn wir Gott verbunden leben und uns vom Heiligen Geist leiten lassen, dann können wir für andere zum Trost werden und finden auch Worte, die unaufdringlich ermutigen und trösten. Und oft ist ja im Fall der Trauer schon die wortlose Gegenwart Trost für die Trauernden.

Einfach da sein – die Hand geben – still sein.


Denen, die uns beleidigen, gerne verzeihen

Im Evangelium fragt Petrus den Herrn: “Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt? Siebenmal? Jesus sagte zu ihm: Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal” (Mt 18,21-22). Das heißt immer wieder und in jedem Fall, sollen wir vergeben, so wie auch Gott nicht müde wird, uns immer wieder zu vergeben.

 

„Einander vergeben“, ja „einander gerne vergeben“, ist nicht leicht – vor allem, wenn wir eine schwere Beleidigung oder Kränkung erlitten haben. Manche Menschen tragen anderen das Leben lang erlittene Kränkungen nach und werden dabei oft selber krank.

 

Vergebung und Verzeihung bleiben eine lebenslange Herausforderung, die wir manchmal mehr oder weniger spüren und bei der Gott uns helfen muss. Deshalb beten wir auch täglich:

„Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.“ Hilf uns, dass wir stets neu von Herzen vergeben können.

 

Dabei ist das Herz Jesu unser Zufluchtsort und unsere Quelle, aus der wir die Kraft schöpfen, nicht nur persönlich, sondern auch miteinander immer wieder neu anzufangen und zu verzeihen. Und vielleicht kommt uns jemand in den Sinn, auf den wir einen Schritt zumachen sollten oder dem wir einfach in Gedanken und im Herzen sagen sollen: ich trage Dir das Vergangene nicht nach, es ist geborgen im Herzen Jesu. Je größer unser Glaube an die barmherzige Liebe Gottes ist und wir uns von Gott verzeihen lassen, umso mehr werden wir anderen gegenüber barmherzig sein können.

 

Gottes barmherzige Liebe fließt wie leuchtendes Gold und heilender Balsam über die Wunden, die unsere Sünden geschlagen haben“ (Mutter Julia Verhaeghe).


Die Sünder zurechtweisen

Jesus spricht im Evangelium davon, dass wir gelegentlich andere zurechtweisen sollen: ”Wenn dein Bruder sündigt, so weise ihn zurecht…” (Lk 17,3). So sollen sich alle in der Gemeinschaft der Glaubenden füreinander verantwortlich wissen und dafür Sorge tragen, daß sich keiner aus ihrem Kreis über die maßgeblichen Weisungen Jesu hinwegsetzt und dadurch verloren geht. Wenn wir also aus Glauben und Verantwortung füreinander die geschwisterliche Zurechtweisung, üben, dann ist das ein Zeichen, dass die Hirtenliebe Christi in uns lebendig ist.

  • Nun gibt es freilich verschiedene Motivationen, dem Mitmenschen einen Fehler vorzuhalten, nicht selten geschieht es aus Kritiksucht, Groll oder Rechthaberei.Das wäre dann verkehrt!
  • Zurechtweisung fällt nicht leicht, besonders wenn es sich um ältere Personen handelt oder um Menschen, die uns sehr vertraut sind. Sicherlich hätten wir nicht die rechte Haltung, wenn es uns Spaß machen würde, andere zurechtzuweisen oder zu kritisieren.
  • Zurechtweisung sollte immer in Bescheidenheit und ohne Zorn geschehen.

So hat z.B. auch der hl. Vinzenz von Paul gesagt, dass er dreimal in seinem Leben scharfe Worte gebraucht habe und dabei aber nur Misserfolg hatte. Wenn er aber in Güte gesprochen habe, habe er erreicht, was er erreichen wollte. Kardinal Newman beschreibt solch eine vertrauliche und in Güte vorgebrachte Zurechtweisung mit den Worten: “um das bescheiden zu tun, müssen wir es so freundlich, liebenswürdig und gütig tun als möglich… Wir dürfen die Dinge nicht schlimmer machen, als sie sind, oder unseren ganzen (vielleicht eingebildeten) christlichen Charakter zeigen, wenn wir sozusagen nur eine Hand auszustrecken oder einen flüchtigen Blick zu geben brauchten.”

  •   Aufgepasst - nicht hochmütig sein! Eine sanfte, gütige Zurechtweisung ist auch eine Form gelebter Nächstenliebe.

Die Lästigen geduldig ertragen

… oder wie manchmal auch einfach formuliert wird: Unrecht ertragen. Bei diesem Werk der Barmherzigkeit gibt es, wie der Name schon sagt, gar nicht viel zu tun, es besteht vielmehr im Erdulden. Unsere spontane Reaktion auf Lasten, die wir zu tragen haben, oder auf lästige Menschen, die wir aushalten müssen, ist oft die Klage. Dabei könnten wir uns doch oft auch mit dem Herrn verbinden, diese Situationen bewusst annehmen und sie zu einem geistigen Opfer machen, das anderen zugute kommt.

 

Der große Lehrer des geistlichen Lebens, Franz von Sales, empfiehlt deshalb:

„Klage so wenig wie möglich über das erlittene Unrecht". Gewöhnlich sündigt, wer sich beklagt. Die Eigenliebe lässt uns ja das erlittene Unrecht immer härter empfinden, als es in Wirklichkeit ist. Vor allem beklage dich nicht bei Leuten, die sich leicht aufregen und gleich Schlechtes denken. Wenn du dich schon bei jemand aussprechen musst, damit die erlittene Kränkung wieder gutgemacht werde, oder um dich zu beruhigen, so suche dir dafür besonnene und gottliebende Menschen aus, sonst wird dein Herz nicht erleichtert, sondern noch mehr aufgeregt; statt den Dorn aus deinem Fuß zu ziehen, werden ihn diese Menschen noch tiefer hineinstoßen“.

 

  • (Philothea III,3). Das ist das Buch, das Franz von Sales geschrieben hat. "Alles aus Liebe, nichts aus Zwang" war ein Leitspruch von Franz von Sales.

Für die Lebenden und die Toten beten

So lautet das letzte geistige Werk der Barmherzigkeit. Wir können nicht ermessen, welche Wohltat es ist, dass andere Menschen für uns beten. Und wir selbst wollen anderen diese Wohltat zukommen lassen.

  • Das geschieht oft beim liturgischen Gebet und bei der Hl. Messe.
  • Aber auch im persönlichen Beten können wir gewisse Lebende und Verstorbene besonders vor Augen haben.
  • So können wir auch manchmal am Morgen die gute Meinung machen und die Gebete und Anstrengungen des Tages für den einen oder anderen aufopfern, der es besonders nötig hat.

Und wir wissen, wie froh manche Menschen sind, wenn wir ihnen sagen oder schreiben: ich bete für Sie und Ihre Anliegen; ich schließe Ihren lieben Verstorbenen in mein Gebet ein.

  • Wie oft sage ich den Leuten: Ich bete für sie und dann geht ein Leuchten übers Gesicht! Und dann heisst es für mich, es wirklich zu tun und nicht nur zu versprechen!