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Eucharistiefeier mit heilungsgebet vom 18.2.2018

  • ist es wirklich möglich, dass wir einen lebendigen Gott haben, der  uns heilt? Warum werden einige geheilt, andere nicht? Ist körperliche oder seelische Heilung das Wichtigste im Leben?
  • am 18.2.2018 haben junge Menschen von dieser  realen Liebe Gottes Zeugnis gegeben - hautnah "Abba Vater" sagen können und wissen: ich bin geliebt und getragen von einem wunderbaren Vater!
  • Die Brigerkirche war übervoll. Stühle wurden zusätzlich hingestellt, so dass jede/r einen Sitzplatz hatte, denn Sitzleder war gefragt. Der Gebetsanlass dauerte insgesamt von 13.30h - 17.15h. Es war eine Zeit, wo Menschen geheilt wurden, seelisch, körperlich, emotional. Sie durften Vergebung erfahren (Beichte durch Ortspriester) und in der Annahme Gottes schwimmen. Gott ist total real. Jesus ist da. Der Heilige Geist wirksam - Gottes Kraft und Gnade da. Selten einer wollte früher nach Hause.  Sie blieben!?
  • Der Dienst der Priester war kraftvoll; der, der Laien und der Lobpreisgruppe glaubensstärkend! Die vielen Kinder, die jungen Familien und die ausharrenden Alten - eine grosse wundervolle Gemeinschaft! Danke Vater für alles, was Du durch Deine Nähe bewirkt hast! JESUS IST DA!

Eyer matthias (35)

 

 

Mein Name ist Eyer Matthias. Ich bin 35 Jahre alt.

 

Vor fast 2 Jahren musste ich mich mit der Diagnose Krebs auseinandersetzen. Ich möchte, die mir zur Verfügung stehende Zeit nicht mit Details über die Krankheit und deren Therapie füllen. Sie wissen mindestens vom Hörensagen, dass es nicht gerade das Beste ist, was man sich im Leben vorstellen kann. Viele Male habe ich während dieser Zeit mit Gott gehadert.

 

Als Apotheker, Gymnasiallehrer und als Vater von 4 wunderbaren Kindern und Ehemann einer wundervollen Frau ist mein Leben bis zum Zeitpunkt der Krankheit mehr oder minder geradlinig verlaufen. Wir Menschen haben immer das Gefühl, dass wir alles im Griff haben. So hatte es auch bei mir den Anschein. Von einem Augenblick zum anderen ist mir komplett der Boden unter den Füssen weggerissen worden. Mein Leben hat sich um 180 ° verändert. Plötzlich war da nur noch der Gedanke an den Krebs. Neben 100%iger Arbeitsunfähigkeit waren da die unangenehmen Nebenwirkungen der ganzen Therapien und meine schöne Glatze. Während dieser Zeit konnte ich nicht die Kraft aufbringen, Gott dafür zu danken und ihm die Krankheit aufzuopfern.

 

Nach erfolgreicher Therapie hat mich eine Person darauf angesprochen, dass sie es nicht verstehen könne, dass Gott so etwas zulässt. Schliesslich sei ich ja so jung und hätte 4 Kinder! Das mag schon sein - obwohl: so jung bin ich auch wieder nicht. Aber: Gott hat uns das Leben geschenkt, hat uns bereits im Mutterleib so wunderbar geformt und uns alles Notwendige in den Schoss gelegt. Ich frage Sie: Wieso sollte uns Gott zu einem falschen Zeitpunkt zu sich holen? Was erlauben wir uns eigentlich, Gott anzuklagen, dass er dieses oder jenes zulässt? Gott irrt sich nie! Als Christen führen wir ein Leben hier auf Erden, hinführend zum ewigen Leben. Das ist unser Ziel. Das strebe ich als Christ an. Wenn unsere Zeit gekommen ist, wird Gott uns das irdische Leben nehmen. Aber er wird uns zugleich einführen ins ewige Leben. Diese Überzeugung habe ich vor der Krankheit geglaubt,  jetzt lebe ich sie.

 

In vielen Momenten denke ich mir: Das hast du jetzt gut gemacht. Das ist jetzt dein Verdienst. Dieses Problem hast du jetzt wirklich gut gelöst. Wer hat mir aber das Talent und die Fähigkeiten dazu gegeben? Wer hat mir 2 gesunde Hände geschenkt? Wer schenkte mir ein gutes Gehör, ein gutes Sehvermögen, eine gute Lernfähigkeit? Wer lässt mich morgens gesund wieder aufstehen? Gott und niemand anderes. Danken wir Gott für alles, auch für das Kreuz, für das Leiden, für die Krankheit, für die Freude, für das feine Mittagessen von vorhin, für die Begegnungen, für alles. Er hat es im Griff. Er weiss, wo er uns haben möchte. Er weiss besser als wir, was gut für uns ist.

 

Ich bitte Sie: gehen Sie nicht blind durch die Welt. Wenden Sie Ihren Blick immer wieder neu auf Gott. Versuchen Sie jeden Tag zur Ehre Gottes zu leben. Danken Sie Gott für gerade diesen Augenblick, für jetzt und auch für das, was Gott noch mit Ihnen vorhat.

 

Es gibt noch eine Hausaufgabe für Sie, ich bin ja schliesslich Lehrer: Lesen Sie im alten Testament den Hiob. Da heisst es:

Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen. Gelobt sei der Name des Herrn.

 

Zum Schluss möchte ich Ihnen noch ein Gebet vorlesen, welches meine Frau kurz nach überstandener Krankheit geschrieben hat:

Vater im Himmel, ich danke dir für meinen Ehemann, den du für mich ausgesucht hast. Ich danke dir, dass wir nun seit 8 Jahren verheiratet sein dürfen (mittlerweile 10 ;-). Ich danke dir vor allem auch für die letzten 4 Monate, dass du diesen schweren Weg mit uns gegangen bist, uns geführt und uns getragen hast. Danke, dass du meinem Mann die Kraft geschenkt hast, immer weiter zu machen und schlussendlich den Krebs zu besiegen. Danke, dass du uns durch dieses Kreuz gelehrt hast, zu lieben! Dass wir noch näher zu dir gefunden haben. Wir preisen dich für deine Grösse.  Lieber Herrgott, wir danken dir, dass du uns liebst.

Die Liebe erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles und hält allem stand. Amen.

 

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete und von Dankbarkeit erfüllte Fastenzeit 


Diego Grichting

Die grosse Herausforderung

 

Hi, mein Name ist Diego. Auf die Bitte hin, heute vor euch Zeugnis abzulegen, wandelte sich mein spontanes ja zu einer grossen Herausforderung.  Zeugnis, wie der Glaube und unser lieber Herrgott in meinem Leben wirkt, in eine so kurze Zeit in Worte zu packen, ist nicht ganz einfach.  Alles was mich im Zusammenhang mit dem Glauben bewegt, würde sicherlich den Rahmen sprengen. Weiter ist es knifflig, die schönen Erlebnisse und besonders die unglaublichen Gefühle, die bei diesen Erlebnissen entstehen, so in Worte zu kleiden, dass diese nur Ansatzweise mein Empfinden beschreiben könnten. Besonders wenn diese nicht mit dem gesamten Kontext dargestellt werden können. Daher hab ich mir viel Zeit genommen, um mich möglichst kurz zu fassen. Passend zum heutigen Anlass hab ich mich ein wenig mit meiner inneren Heilung beschäftigt.

 

Niemand kann kleinen oder grossen seelischen Verletzungen im Leben entfliehen. Ob es viele offene Fragen, ein verletztes Herz oder ein schwerer Verlust eins geliebten Menschen ist. Alles kann, auch wenn es noch so unscheinbar ist, tiefe Wunden in uns hinterlassen. Bei mir ist das nicht anders. Auch ich habe seelische Verletzung erfahren und werde diese auch während meiner restlichen Lebenszeit erfahren. Dank meiner Liebe zu unserem Herrgott und meinem, tief in mir verwurzelten Glauben, bekomme ich jedoch einen anderen Blickwinkel auf die vergangenen und künftig möglichen Geschehnisse. So können Wunden sanft geschlossen werden. Mein Weg zu Gott und die damit entstandene Möglichkeit, diese Wunden zu schliessen, versuch ich euch in einigen Schritten, die ich durchlaufen hab, zu beschreiben.

  • Die Suche nach einem tieferen Sinn in meinem Leben ist etwas, was mich von Kind auf beschäftigt und geprägt hat. Besonders nach grösseren, seelischen Turbulenzen erhielt die „Wieso Frage“ bei mir starkes Gewicht. Lösen konnte ich sie nicht. Also stürzte ich mich beispielsweise in Arbeit und suchte Sinn im Erfolg. Ich widmete mich dem Sport, - ich weiss, das ist momentan nicht so sichtbar - und ich suchte Sinn im Perfektionieren meiner selbst zu finden. Ich packte scheinbar unmögliche und unerreichbare Projekte an.
  • Paradoxerweise war genau der Erfolg in meinen Bestrebungen das Ernüchternde. Immer wenn ich ein Vorhaben mit dem gewünschten Ausgang abgeschlossen hatte, konnte nichts Erreichtes diese innere Leere füllen.

Ich weiss nicht, ob ihr den Ausdruck – „ich schreie nach Gott“, - kennt. Aber genau das hab ich in einer herausfordernderen Phase getan. Es war das Erste Mal seit ganz langer Zeit, in der ich bewusst nach Gott gerufen und gebetet habe, meine innere Leere mit etwas Sinnvollem zu füllen. O, und ich sage euch, ER hat geantwortet und wie ER geantwortet hat. Innerhalb von nicht einmal zwölf Monaten überstürzten sich die Ereignisse.

 

In der besagten Zeit ging es mir wirklich nicht sonderlich gut. Mein inneres Auge sah alles Nebel verhangen, düster, trostlos, öde... untypischerweise verspürte ich in einer sternenklaren Nacht das Bedürfnis, meine Beine ein wenig zu vertreten, den Kopf mit, wie von einem Metronom getakteten Schritten, zu  durchlüften. Mir wurde während dieses Spaziergangs die unendliche Schönheit, die uns jeden Tag umgibt, auf eine Art und Weise gezeigt, die sich tief in mein bereits angedeutetes, inneres Auge eingebrannt hat. Ich erhielt wieder einen Blick für die Wunder des Alltags. Gegebenheiten, die sehr viele von uns täglich als selbstverständlich wahrnehmen. Diese Minuten wirkten wie ein gottgesandter Auffangschirm, der öde Trostlosigkeit in einen entschleunigten, spontanen und ruhigen Blick wandelte. Geprägt von den Möglichkeiten, die spontanes Handeln nach sich ziehen kann, wurde ich offen für unbekanntes Terrain.

  • Eine sehr nützliche Offenheit, die mir geschenkt wurde. Sich vorurteilslos auf ein Ereignis zu stürzen gehörte damals sicher nicht zu meinen ausgeprägtesten Tugenden und ich konnte auch schon bald daraus Nutzen ziehen. Nicht sehr lange später fand ein Gespräch zwischen mir und einem wunderbaren, herzlichen Menschen den Weg zum Thema Gott, Glauben, Religion. Dieses Gespräch mündete in einer Einladung zu einem Anlass, der mich sehr bewegen wird. Eine Gelegenheit, den lieben Herrgott ganz nahe zu spüren, ihn regelrecht aufzusaugen und das auf eine total unbekannte Art und Weise. Zum Schloss des Türchens, die den Raum des Glauben jedes Menschen öffnen kann, passt keinesfalls immer der gleiche Schlüssel. Es muss die richtige Person mit den richten Worten da sein, um dieses Türchen zu öffnen und so eine Gelegenheit zu schaffen, damit man den Schritt in den nun unverschlossenen Raum wagt. Diese Gegebenheiten wurden mir in dem besagten Gespräch geschenkt.

 

Von Neugier angetrieben, beschäftigte ich mich in den darauffolgenden Tagen mit dem Thema: Gott. Natürlich wirft jede Thematik, mit der man sich länger beschäftigt, viele Fragen auf. Besonders bei so tief greifenden, wie der Glaube. Fragen führen zwangsläufig zu Zweifeln und diese wiederum lassen den Eingang zum Raum des Glaubens immer kleiner werden. Ich wurde regelrecht versucht, die geschenkte Gelegenheit, den zwar offenen, aber unbekannten und immer grösser werdenden Raum nicht zu betreten. Bei Herausforderungen, die uns Angst vor dem Unbekannten einflössen, brauchen wir jemanden, der uns zur Hand nimmt und sagt „hei, wird schon gutgehen, lass uns das gemeinsam machen“! Dieses Geleit schenkte mir der liebe Herrgott, mittels auf Papier gebrachten Worten. Mir fiel ein Buch über abstruse Wege in die Hände. Für einen damals bekennenden Nichtleser, hatte ich die Story in einem erstaunlichen Tempo aufgesaugt. Es vergingen keine 24h zwischen Seite 1 und 590. Ich sage euch, die Zeilen hatten es echt in sich. Auch hier bin ich genauso, wie beim bereits erwähnten Schlüssel, der Meinung, dass es nicht jedes Buch bei jedem vermag, eine durch Frust, Zweifel, Trauer, Einsamkeit, oder viele andere negativen Emotionen gebildete, harte Schale aufzubrechen. Durch dutzende Tränen wurde mein verkrustetes Herz aufgeweicht. Ein weiches Herz, das wieder Mut fassen konnte und eine starke Hand, die mich führte, ermutigten mich den Raum zu betreten und mich dem Glauben zu öffnen. Bis hierhin wurde ich vom lieben Herrgott aufgefangen, meine verschlossene Tür zum Glauben und zu Gott wurde durch einen wunderbaren Menschen geöffnet und dank herrlichem Zusprechen und spürbarem Geleit Gottes, schaffte ich es, den Raum hinter der Tür zu betreten. Die geschenkte Gelegenheit sollte das Licht im Raum entzünden. Ein so schönes Licht, dass mich dazu bewegt hat, den Raum nie wieder zu verlassen.

 

Bei Antritt der Reise (Pfingsten Salzburg), die sich hinter der damaligen Einladung verbarg, bekam jeder Teilnehmer im Zug ein Zettel, auf dem eine Botschaft stand. Man hat für mich gebetet und dann aufgeschrieben, was diese wunderbaren Menschen während des Gebetes empfunden haben.  Auf meinem Zettel standen zwei Sätze: „Ich möchte dir kindliche Freude schenken!“ und ein Passus aus der Bibel „... ihr werdet bekümmert sein, aber euer Kummer wird sich in Freude verwandeln. Joh 16.20“. Das war die Botschaft des lieben Gottes, was er im ersten Schritt mit mir vor hatte. Kindliche Freude ist ohne Vorurteile und ohne befleckte Voraussage, was uns gemäss unserer bisherigen Lebenserfahrung erwartet. So à la Diego: "sei offen und ohne Vorurteile für alles, was da kommt und lass dein Herz genauso schnell aufblühen und berühren, wie das eines Kindes und dein Kummer wird sich in Freude verwandeln".  Das ist doch einfach nur schön! Ein wunderbares Geschenk.

 

  • Die Reise war eine Wucht. Ein Treffen gefüllt mit unglaublicher Liebe, mit grosser Hingabe, einem unvergleichlichen Frieden, mit unglaublich lauter Stille, Güte, wunderschönen Gesprächen und Ereignisse, die mich sehr berührt haben. Menschen, die so voller Liebe durch ein Gebet oder ein Lied eine Beziehung zu Gott pflegten. Einfach nur Wow. Da kann ich wirklich einer der hunderte wertvollen Sätze der Reise zitieren: „Wir sind zum Staunen gemacht...“  Gott schenkte mir während dieser Zeit einen tiefen inneren Frieden. Ein Friede, der es mir gestattete, loszulassen und so alte tiefe Wunden sanft zu schliessen.
  • Am Ende der Reise bekam jeder die Möglichkeit, das Ja zum Geleit Gottes zu geben und dieses bewusst mitzutragen. Die unglaublichen Eindrücke waren sehr schön, aber fordernd und es war noch so viel da, was es zu verarbeiten gab. Mir fehlte in dem Moment wirklich die Kraft dieses Ja zu geben. Auch hier schickte mir Gott einen unglaublich wundervollen Menschen, der genau in dem Moment nur für mich gebetet hat. Ein Gefühl, das ich unmöglich in Worte packen kann. Unfassbar stark und mitunter eines der prägendsten Momente meines bisherigen Daseins. Ich spüre die Hand, dieses Gefühl, diesen Moment noch heute, immer wenn mich etwas bedrückt oder beschwert, finde ich Trost in diesem, für mich, heiligen Moment. Dieser Moment, der mir die Kraft gab, mein weiteres Leben mit Gott zu gehen. Das Geschenk des Gottvertrauens,  wo auch immer es schwer wird, er ist da. Ich kann auf ihn zählen. Ein Beginn einer wunderbaren Beziehung zu Gott.

 

Diese Beziehung gab und gibt mir bis heute Kraft zu vergeben, loszulassen und so innere Wunden zu schliessen. Das war sein Geschenk der Heilung an mich.

Ich hab das grosse Glück eine Beziehung in Liebe zu unserem lieben Gott zu haben, die es vermag, meine innere Leere zu füllen und meinen weiteren Lebensweg und alles, was ich daraus mache, einen tieferen Sinn zu schenken. Er schenkt mir laufende wunderbare, unglaublich tolle Menschen, die ich ganz tief in mein Herz schliessen kann und die mir helfen, über Musik, Gespräche oder einfaches Dasein eine Brücke zu unserem lieben Vater im Himmel zu schlagen und meine Beziehung zu ihm und zu diesen Menschen zu vertiefen. Ich bin nicht perfekt und mache sicher noch vieles, auf eine, im Geiste junge Art und Weise. Ich darf aber jeden Tag in der Beziehung zu Gott und meinen Mitmenschen wachsen.

  • Wenn ich wanke, bin ich nicht allein.
  • Wenn ich traurig bin, bin ich nicht allein.
  • Wenn ich Zweifel hab, bin ich nicht allein. Einsamkeit, ein Wort das so unglaublich viel Gewicht bei mir verloren hat.

 

Es ist verblüffend, wie der liebe Herrgott in meinem Leben wirkt. Ob es ein Zettel, ein Buch, eine Gelegenheit oder wunderbare Menschen sind, die uns im Glauben bestärken. Mein Leben ist stark durch Gott geführt und ich darf das nun auch bewusst wahrnehmen und dafür dankbar sein.  Auch dafür, das ich heute hier vor euch stehen darf und einen Bruchteil meiner Empfindungen mit euch teilen kann. Eine Reflexion der Geschehnisse, die in mir den Anschein wecken, dass das alles scheinbar nur für mich gemacht wurde, weil doch alles so unglaublich perfekt zu mir passte und sich alles auf eine einzigartige Art und Weise zusammenfügen lässt, etwas das auch der Rationalist in mir nicht mehr mit Zufall begründen kann.

Das und noch 1000 andere Gründe sind es, warum ich unseren lieben Papa im Himmel so Liebe. Värgälts Gott. 


Kerstin S. (33)

Wie ich zu Gott „Meinem Vater“ fand

 

Ich muss ganz ehrlich sagen, mein heutiger Schatz, Maurizio, hat mich durch Gottes Gnade auf den Weg zu Gott gebracht.

 

Ich hatte eine sehr schwere Zeit hinter mir und auch zum Zeitpunkt, als Gott mir diesen wunderbaren Menschen zur Seite gab. Er kam mir vor wie ein Engel ohne Flügel. Wir freundeten uns an und je mehr und je länger wir miteinander zu tun hatten, bemerkte er, wie sehr ich in den Klauen des Bösen war. Durch meinen schlechten Lebensstil, durch die schlechten Gewohnheiten, war ich immer mehr gebunden und es ging mir schlecht.

 

Irgendwann fing Maurizio an, mir von Gott und dem guten Weg zu sprechen. Ich konnte zu dem Zeitpunkt nicht viel damit anfangen. Ich war sogar so weit, dass ich damals Gott aus bestimmten Gründen hasste. Das Böse in mir stiess alles weg und ich tat weiterhin schlimme Dinge, wie z.B. Drogen zu nehmen. Und das war nicht meine einzige Sucht! Zum Glück gab mich Maurizio nie auf! Gott sei Dank! Und so lernte ich immer mehr von Gott und der Ewigkeit kennen.

 

Doch ich war immer noch nicht frei von der Droge! Mehrmals nahm ich grosse Dosen, landete im Spital und beim letzten Mal bin ich fast gestorben. Ich sagte mir: “Jetzt ist fertig damit“, weil ich alle leiden sah, die mir nahe standen. Ich fing an zu Gott zu beten, zu schreien: „Gott, gib mir bitte eine zweite Chance! Bitte befreie mich von allem, wo ich da hineingeraten bin!“ Exorzismus und Befreiungsgebete – auch durch meinen Schatz Maurizio, halfen mit immer mehr zu Gott, meinem Erlöser zu finden.  Auch meine Omi, die weit weg wohnt, half mir in der schweren Zeit, den richtigen Weg zu finden, wofür ich sehr dankbar bin. Sie hat mich besucht, hat mir immer wieder geholfen,  hat mich nie fallen gelassen.  Sie war immer für mich da, so wie auch meine Mutti.

 

Ich danke von ganzem Herzen Gott, meinem Vater, dass er so viel Geduld mit mir hatte und mir diese Menschen, die mir geholfen haben, an meine Seite gebracht hat. Und plötzlich merkte ich, dass ich von Gott eine zweite Chance bekommen habe! ER hat mein Gebet erhört! Von da an entschloss ich,  mich auf den Weg Gottes zu begeben. So fand ich zu Gott! +++


Ruzica Gjaic

Ich heisse Ruzica Gjaic, komme aus Kroatien und lebe seit 29 Jahre in der Schweiz. Vielleicht erinnert sich noch jemand an mich, da ich vor 3 Jahren am 09.02.2015 ein Zeugnis abgelegt habe.

 

 

Am 26.01.2015 wurde ich im Insel Spital am Kopf wegen eines Tumors in der Grösse von 5 x 7 Zentimeter, ein Ewing-Sarkom, operiert. Die Ärzte gingen davon aus, dass es kein bösartiger Tumor sei, trotzdem holte man eine zweite Meinung des Speziallabors in Berlin ein. Nach ca. 4 Wochen habe ich einen Anruf erhalten und mir wurde mitgeteilt, dass es ein bösartiger Tumor sei. Ich musste sofort mit der Chemotherapie beginnen. Diese Nachricht war ein Schock für mich,  und ich hatte grosse Angst. Daraufhin hatte ich 16 Chemotherapie, 25 Bestrahlungen und 48  Metallklammern.  Es war eine sehr schwierige Zeit für mich,  jedoch gab mir Gott Kraft das alles durchzustehen.  Nach 3 Jahren kann ich sagen, dass ich durch Gottes Gnade geheilt bin. Dank sei unserem grossen Gott.

 

Ich möchte heute noch ein weiteres Zeugnis ablegen:
Am 09.02.2015 habe ich nochmals eine grosse Gnade erhalten. Gott hat mich von meiner Zigarettensucht geheilt. Pfarrer Rainer Pfammatter hatte in der Hl. Messe mitgeteilt, dass 3 Personen vom Rauchen geheilt wurden. Obwohl meine Schwester dachte,  dass ich auch unter den 3 Personen bin, hatte ich nach der Hl. Messe Verlangen nach einer Zigarette. Am morgen danach wollte ich, wie immer eine Zigarette rauchen, konnte sie aber nicht anzünden. Ich versuchte es später nochmals, aber es ging einfach nicht. Seit dem sind ca. 3 Jahre vergangen und ich habe seit dem nie wieder eine Zigarette in die Hand genommen. Ich möchte damit sagen, dass Jesus mich geheilt hat, seelisch und körperlich.
Durch meine Krankheit hat sich mein Glaube verstärkt und ich habe Gott als meinen Vater erkannt.

Ich danke ihm von ganzem Herzen .


Fotos / Eucharisitefeier mit heilungsgebet vom 18.2.2018 in brig